Wein, Gin und jede Menge Maschinen

Montagmorgen bei der Bela in Kiel: Tausende Liter Wein werden mit dem Tanklastzug neu angeliefert. Sie müssen nun abgefüllt und verpackt werden. Das Ganze passiert in den alten Kellergewölben der Bela in der Alten Weide, dem Arbeitsplatz von Elias Kuschel. Hier macht der 17-Jährige seit Sommer 2018 seine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer. „Jetzt muss ich die Maschinen für die neue Lieferung vorbereiten. Alles muss neu eingestellt werden: andere Flaschen, andere Etiketten, andere Kartons – diese Umbauten dauern bis zu eineinhalb Stunden.“ Auch wenn die Maschinen dann laufen, kann immer mal etwas schiefgehen. „Die Arbeit ist anspruchsvoll. Aber es ist toll, schon als Azubi Verantwortung zu tragen“, freut sich Elias. Sein Ausbilder, Produktionsleiter Thilo Oswald, findet die Leistung seines Lehrlings hervorragend. „Wir befüllen hier bei der Bela jährlich 2,8 Millionen Flaschen und haben richtig viel zu tun. Elias arbeitet schon im ersten Lehrjahr voll mit.“ Dass Elias in seiner Freizeit bei der Feuerwehr aktiv ist, hilft ihm, die notwendige Teamarbeit an den Maschinen richtig gut zu meistern. „Die soziale Kompetenz ist bei dieser Ausbildung genauso wichtig wie ein Grundinteresse an Technik“, sagt Thilo Oswald. Das erste Lehrjahr ist für die Maschinen und Anlagen der Weinabfüllung reserviert. Im zweiten Jahr kümmert Elias sich dann um Spirituosen – überwiegend Gin und Rum. „Darauf freue ich mich schon. Anders als beim Wein produzieren wir die Spirituosen hier selbst.“ Alkohol, verschiedene Aromen, Zucker – all das muss korrekt gemischt werden, zum Teil auch per Hand. Elias hat außerdem Blockunterricht an der Berufsschule. Die Fächer Naturwissenschaften und Technik sind nicht immer ganz einfach, gibt er zu. Aber seine Kollegen und sein Ausbilder lassen ihn da nicht allein. Logisch, dass auch dann Teamarbeit großgeschrieben wird.