Glücklich im LKW

Im Büro des Fuhrparks im Zentrallager der Bela in Neumünster ist ordentlich was los. Mitarbeiter sitzen vor den Computern, die Telefone klingeln, es wird disponiert. Hier ist der Dreh- und Angelpunkt für die Auslieferung der Ware an die Kunden, von hier werden 45 Lastwagen und 67 Fahrer eingesetzt. Mittendrin: der junge Mohammed Sardar Mahmood. Er absolviert gerade die Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Seinen Pkw-Führerschein hat er bei der Bela bereits gemacht, nun folgt der Lkw-Führerschein. „Ich darf zurzeit öfter bei den Touren mitfahren. Dann haben wir an einem Tag zehn oder zwölf Kunden, müssen den Lkw mit Ware in der richtigen Reihenfolge beladen und abladen.“ Der gebürtige Iraker spricht richtig gut Deutsch. In seiner Heimat hat er den Hauptschulabschluss gemacht. Mit 19 Jahren stellte er sich bei der Bela vor, und Fuhrparkleiter Martin Paaschburg war sofort begeistert: „Er ist freundlich und zuvorkommend, vernünftig und sehr ehrgeizig.“ Wer Berufskraftfahrer werden will, sollte an Technik interessiert sein, mindestens einen Hauptschulabschluss haben und gern im Team, aber auch mit Kunden arbeiten. „All das bringt Mohammed mit.“ Der junge Mann  lächelt bescheiden. Der 20-Jährige weiß, dass er während seiner Ausbildung auch noch die Möglichkeit bekommt, im Büro mitzuarbeiten, um später vielleicht auch als Disponent in der Fuhrparkplanung tätig zu sein. „Das ist alles ganz klasse“, findet er, aber am liebsten will er nur in den 40-Tonner steigen, auf den Landstraßen und Autobahnen Norddeutschlands unterwegs sein und zuverlässig die Ware zu den Kunden bringen. Eine einsame Sache? „Nein, gar nicht. Lkw-Fahren ist toll, ich entspanne dabei. Am Ende des Tages bin ich müde, aber ich mag das.“ Wenn er dann noch Lust hat, trifft er sich mit seinen Freunden oder geht zum Boxen – Mohammed ist angekommen in seiner neuen Heimat und hat seinen Traumjob gefunden.