Azubis lernen bei Block House

Vor Leon Zielenski liegt eine sogenannte Rinderpistole, eine etwa 18 Kilogramm schwere Keule mit Roastbeef. Feinstes, qualitativ hochwertiges Rinderfleisch – darauf legt Block House seit Jahrzehnten wert. „Ich versuche jetzt, das Roastbeef auszulösen, wobei die Knochenhaut möglichst am Fleisch bleiben soll“, erzählt der famila-Azubi aus Stralsund. Der 20-Jährige trägt Haube, Mundschutz sowie Stechschutz- Handschuhe und -Schürze, denn Messer und Säge sind unglaublich scharf. Lars Reese, Bereichsleiter für famila bei Block House, schaut ihm über die Schulter: „Gesellen machen davon 45 Stück in der Stunde.“ Aber Leon ist eben noch Azubi, da geht die Grobzerlegung noch nicht so schnell. „Dies ist meine Prüfungsvorbereitung für die Gesellenprüfung, und die will ich bestmöglich schaffen“, sagt der angehende Fleischer.

Bestes Fleisch, butterzarte Schnitte
Auch Roy Awe ist mit Ehrgeiz und Konzentration dabei. Der Azubi aus Elmshorn freut sich, dass er zweimal pro Lehrjahr Seminare in der Zentrale von Block House belegen darf. Block House und famila arbeiten seit 25 Jahren erfolgreich zusammen. Gerade bearbeitet der 27-Jährige Roastbeef. „Das Trennen geht butterleicht. Das spricht für die gute Qualität“, freut sich Roy. Für ihn ist Fleischer sein Traumberuf. Eine Lehre als Fleischerei-Fachverkäufer hat er schon abgeschlossen. „Ich ärgere mich manchmal über die Medien. Der Beruf ist viel besser als sein Ruf.“

Sechs Auszubildende machen bei diesem Seminar mit. Zwei Fleisch-Fachberater von famila, Sebastian Hahn und Gerald Watson, sind dabei und geben den Lehrlingen Tipps. „Das sind viele tolle Jungs, Markus Naumann zum Beispiel. Die Kunden sind begeistert von ihm, wir werden ihn übernehmen.“ Der 21-Jährige aus dem famila-Warenhaus in Altenholz schaut etwas verlegen hoch, bevor er das Hüftstück weiter bearbeitet. „Dieses Fleischstück zum Beispiel hat relativ viel Fett“, sagt er und setzt sein Messer zum Schnitt an. „Je fetthaltiger es ist, umso schwieriger ist es, den optimalen Punkt zum Schneiden zu finden.“ Nach stundenlanger Chirurgen-Arbeit haben sich alle Azubis erst einmal eine Pause mit ordentlichem Mittagessen verdient. Ist ja klar, was auf dem Teller liegt: ein saftiges Block-House-Steak mit Ofenkartoffel und Brot.

Guten Appetit!